Neue Matratze probeliegen

Ein gesunder, heilsamer Schlaf ist überlebenswichtig. Rund 20 % unserer Bevölkerung kennt den Seufzer „hoffentlich kann ich schlafen“ nur allzu gut, denn sie leiden unter Schlafstörungen. Ein Problem, das man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte, denn es kann mannigfaltige Ursachen haben. Die Auswirkungen sind dramatisch. Eine große Zahl von Verkehrsunfällen hat ihre Ursache darin, dass der Fahrer übermüdet war und/oder eingeschlafen (Sekundenschlaf) ist.
Die einfachste Abhilfe ist eine alte, durchgelegene Matratze, auf der ein gesunder, erholsamer Schlaf schlichtweg unmöglich ist, auszutauschen. Aber! Augen auf beim Matratzenkauf. Selbst das beste Testurteil nützt wenig, denn IHRE Wirbelsäule hat den Test nicht selbst durchgeführt. Und: jede Wirbelsäule ist ein Unikat. Was dem Kreuz des Testers nicht gefiel, kann Ihrer Wirbelsäule gut tun oder umgekehrt.

Dazu kommt das Gewicht des Testers. Wiegen er oder sie wenige Kilos mehr oder weniger, ist die Empfehlung des Test für Sie schon für die berühmte Katz. Auch wichtig: sind Sie Seiten-, Bauch- oder Rückenschläfer? Und was war der Tester? Leider weiß man das nicht, was aber sehr wichtig wäre. Auch die Tatsache, ob der Tester Probleme beim Schlafen hat oder nicht, spielt eine wesentliche Rolle. Eine Matratze ist halt leider kein Toaster, bei dem es eine einheitliche Bedienung gibt.

Das Problem liegt vor allem in den Empfehlungen, welche Matratze für wen gut ist. Die allseits bekannten Härtegrade können allenfalls als Tipp gelten. Sie  sind doch nicht genormt und bedeuten so bei jedem Hersteller eine andere Härte. Ebenfalls schwierig: welche Matratze kommt überhaupt in Frage? Federkern, Taschenfederkern, Bonnellfederkern, Schaumstoff, Naturlatex oder Luft? Das ist die Frage aller Fragen. Doch woher weiß der Käufer, welche für ihn die Richtige ist? Schließlich ist er kein Fachmann, sondern geht zum – oftmals leider vermeintlichen – Fachmann.

Die beste und einzige Lösung, die wirklich richtige Matratze, sozusagen die „persönliche“ zu finden, ist probeliegen. Und das nicht nur für eine Stunde oder eine Nacht, sondern sie sollten mindestens 1 Woche die neue Matraze probeliegen. Warum? In einer Woche durchlaufen Sie ihre persönlichen Einflüsse die Ihre Nächtliche Ruhe beeinflussen können. Ob in der Arbeit, Freizeit, Familie oder am Wochenende mit mehr Ruhe. Deshalb sind zehn Tage, pardon Nächte, eine sichere Sache, um fest zu stellen, ob es eine gute Wahl war.

Warum reichen eine Stunde  oder eine Nacht zum probeliegen nicht aus? Weil Sie selbst ebenso wie Ihre Wirbelsäule nicht jeden Tag gleich gut drauf sind. Hatten Sie Ärger, haben Sie sich verhoben oder eine blöde Bewegung gemacht?

Das alles kann schon ausreichen, um schlecht zu schlafen. Sie werden vermutlich die nächsten zehn Jahre öfter Tage erleben bei denen Sie nicht mehr gut schlafen können. Wenn Sie schon bevor Sie ins Bett gehen wissen, dass das mit dem Schlafen nichts wird. Eine gute Empfehlung gibt es aber doch: Luftkern-Matratzen.

Sie können sich jederzeit individuell jeder gewünschten Situation anpassen und – im Gegensatz zu so manch anderen Matratzen – machen ihnen Schwankungen bei der Temperatur auch nichts aus. Auch Schlafkuhlen gehören bei diesen Schlafunterlagen der Vergangenheit an. Also: Wenn Sie beim Kauf einer Matratze auf Nummer sicher gehen wollen, unbedingt mehrere Nächte die neue Matratze probeliegen. Damit testen Sie unterschiedliche Umstände und Umwelteinflüsse.