Der Unterschied zwischen einem Wasserbett und dem Luftbett

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Die Elemente Wasser und Luft im Vergleich

Wasserbetten sind seit Jahrzehnten im Privatbereich bekannt und werden von vielen gerne genutzt. Luftbetten führen noch eher ein stiefmütterliches Dasein und sind mehr als Camping-Matratze bekannt. Dabei werden gerade Luftsysteme im medizinischen Bereich seit mehreren Jahrzehnten für ganz besonders problematische Fälle eingesetzt. In den letzten 10-12 Jahren ist es gelungen mit bestimmten Verfahren und technischen Entwicklungen das Luftschlafsystem so zu vereinfachen, dass es für den Privatbereich erschwinglich ist. Die genialen Liegeeigenschaften wurden dabei erhalten.

Im Prinzip unterscheidet sich die Luftkernmatratze nur wenig vom Wasserbett. Bei beiden Systemen wird die Körperauflage durch das Matratzensystem aufgefangen. Bei dem einen durch Wasser, bei dem anderen durch Luft. Beim Wasserbett verdrängen Sie mit Ihrem Körper das Wasser, dadurch wird er auf der gesamten Fläche gestützt. Wenn Sie auf die Matratze liegen, wird im Kern des Luftbettes die Luft komprimiert. Der Druck in der Matratze wird erhöht und der Körper auf allen Ebenen abgestützt.

Weitere Vorteile bestehen in der Wartungsfreiheit, des im Inneren befindliche Luftkern aus Polyurethan. Er ist weichmacherfrei und luftdicht, die Feuchtigkeit kann dennoch abgeleitet werden. Wasserbetten Vinyle sind immer aus PVC die mit Weichmacher geschmeidig gemacht werden müssen. Diese sind besser wasserdicht aber nicht luftdicht. Luftkernmatratzen sind mit 9 – 13 kg wesentlich leichter als Wasserbetten. Für Luftkernmatratzen wird kein dauerhafter Strom benötigt. Im Wasserbett ist dieser zwingend für die Heizung notwendig.

Über die Jahre wurde das Wasserbett im Aufbau verändert, vom freeflow immer mehr zu beruhigten Wassermatratzen. Dies bringt aber eine schlechtere Druckentlastung mit sich. Im freeflow ist es aber schwerer sich aufzurichten oder zu drehen. Die Veränderung vom hardside zum softside Wasserbett brachte keine wesentlichen Unterschiede der Sitzkante. Diese ist immer noch fest und das Wasserbett lässt sich so nicht im Kopf oder Beinbereich verstellen. Dem Problem, das jeder Körper ein eigenes Bedürfnis, Form, physiologische Besonderheit hat, war lange nicht beizukommen. Im Gegensatz dazu hat Luft als tragendes Element ideale Eigenschaften. Sie gleicht Druck der verschiedenen Eintauchtiefen, auch horizontal, aus. Eine dreidimensionale Druckverteilung und steuerbarer Gegendruck sind nur mit Luft einfach machbar. Mit einer simplen Luftmatratze ist das allerdings nicht zu erreichen.

Bauform

Es kommt auf die besondere Verarbeitung wie z.B. H-Form Technik und Bauhöhe an, diese verhindert ein seitliches Kippen und stabilisiert den Körper in jeder Lage. Egal ob Rücken- Seiten oder Bauchlage. Drehbewegungen werden unterstützt und nicht erschwert. Die Beweglichkeit wir gefördert. Der Umgang mit unter Druck gespeicherter Luft verlangt einen neuen Systemansatz: Sie sollte in einer bis zwei möglichst großen Kammern zuverlässig über Jahre gehalten werden. Der Luftkern ist eingebettet in einem rundum laufenden, stabilen Schaumstoffrahmen, der mit einem passenden Matratzenbezug ummantelt ist. Verschiedene Schaumstoffeinlagen, auch als Topper bezeichnet, optimieren das individuelle Liegebedürfnis.

Nur Luft und Wasser sind Elemente, die als Trägermaterial eine gleichmäßige Druckverteilung ermöglichen. Materialien wie Schaumstoff oder Metall- und Kunststofffedern lassen wenige Kompromisse zu. Eine Luftkernmatratze leitet fast keine Bewegungsenergie weiter und lässt den Partner deshalb auch nicht bei jeder Bewegung mitschwingen. Das Luftbett beinhaltet unendlich viele Härtegrade, es ist gar nicht möglich falsch zu liegen. Wird die Luftmenge verringert und der Körper sinkt dadurch tiefer ein wird die Kontaktfläche vergrößert. Es entsteht der Eindruck, die Luftkernmatratze wird weicher. In Wirklichkeit wird jedoch lediglich die Kontaktfläche vergrößert und damit das Gesamtgewicht gleichmäßiger auf eine größere Liegefläche verteilt eben wie bei einem Wasserbett.

Je kleiner der Quotient von Körpergewicht zur Liegefläche ist, umso weniger entstehen schmerzhafte Druckflächen. Das Medium Luft ist aber immer gleich fest und gleich stabil. Dadurch erreichen Sie bei jeder gewählten Einstellung eine perfekte Stütze und nicht nachgebende Lagerung des Körpers. Ganz egal ob der Nutzer einen Rundrücken oder ein Hohlkreuz hat.

Wieso spricht man so viel mehr über Wasserbetten als über Luftkernmatratzen?

Zum größten Teil hat das Wasserbett seine Popularität der positiven Mundpropaganda von Wasserschläfern zu verdanken. In Deutschland, Holland und Belgien schlafen mittlerweile zwischen 4% und 10% der Einwohner auf einem Wasserbett. In den Vereinigten Staaten ist das Wasserbett hingegen fast völlig vom Markt. Hier liegt inzwischen der Prozentsatz der Luftbetten viel höher als in Europa. Erfahrungswerte belegen, dass derjenige, der einmal die Vorzüge von Luftbetten erkannt hat, diese nicht mehr bereit ist herzugeben und das Luftbett somit eine hervorragende Alternative zum Wasserbett ist.

Schon jetzt ist eine sehr verstärkte Nachfrage an Luftkernmatratzen deutlich erkennbar und immer mehr Umsteiger von Wasserbetten genießen den Komfort der Luftbetten. Einfach gut schlafen auf einer Matratze, die immer passt! Das ist ein klarer Vorteil gegenüber allen anderen Systemen.